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Bis 1890 war es nur möglich, den Main auf einer Fähre oder ab 1859 mit einer sogenannten “Fliegenden Brücke" zu überqueren. Nicht zuletzt wegen des neuen Bahnhofs auf der
Elsenfelder Mainseite forderte Bürgermeister Kreß den Bau einer Mainbrücke, die 1889 begonnen, Ende Dezember 1890 benutzt werden konnte. Für die Brückenbenutzung wurde bis 1922 ein Brückenzoll erhoben. An der
Obernburger Brückenrampe wurde dazu aus Sandstein ein Zollhaus gebaut, das mit seinem markanten Giebel zum Bild der ersten und der zweiten Brücke gehörte.
Die erste Mainbrücke wurde am 26.3.1945 von deutschen Soldaten gesprengt. Ab Juli 45 konnte man dann wieder und nur per Fähre auf die Elsenfelder Mainseite, unter anderem zum
Bahnhof oder zur Glanzstoff kommen. Groß war die Freude, als am 30.6.49 die neue Brücke dem Verkehr übergeben werden konnte. Der Fährmann Pit wurde überflüssig und ging in die Glanzstoff arbeiten. Im alten
Brückenzollhaus führte Josef “Jupp” Zöller sein Geschäft mit Zeitungen, Zigaretten und Totoannahme.
Doch diese 2. Mainbrücke war dem zunehmenden Verkehr nicht auf ewig gewachsen, so daß an anderer Stelle die jetzige 3. Mainbrücke gebaut werden mußte, die am 5.11.1991 dem Verkehr
übergeben wurde. Danach konnte die bisherige Brücke bis auf die Pfeiler abgerissen und 1984 durch den heutigen Fußgängersteg ersetzt werden
Gustl Konze hat das Zeitgeschehen um die Eröffnung der 2. Mainbrücke vor 50 Jahren in seinem Gedicht 'Rund um die Maabrick" treffend beschrieben.
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