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A ânke: Nacken a: auch (isch a = ich auch) aa:
Das große Geschäft. Die beiden a werden getrennt ausgesprochen Abbel: Apfel; Ebbel: Äpfel Abrahams Wâschtkessel: In Obernburg kommen die Kinder auch aus Abrahams Wurstkessel.
Affeeck: Ecke Römer-/Mainstraße, früher Treffpunkt der Obernburger Männer. Äil: Öl, äile: ölen Äische: Egge, äische: eggen Ajox: Du bist vielleicht ein Ajox =
ein dummer Kerl; übertragen auch für Rucksack: jetzt muß ich den Ajox wieder auf die Schulter nehmen. alleweil: jetzt; alleweil soin mä dât = eben sind wir dort, sind wir auf den Punkt gekommen.
allminnâner: alle miteinander Allmoi: eine Person, die alles haben will (alles mir) Amerika: Flurstück Atzel: Elster Äätzel: Flurstück äwwä: aber Äwwär:
Eber
B bâfissemisch: barfüßig bâmbisch: widerspenstig, widerwillig
Babbelarsch: Jemand der ständig redet babbele: reden babbisch: klebrig Bäddel: Bürde; Bäddel hinwerfen Bärre:
Garbe; Armvoll abgeschnittener und zusammengebundener Getreidehalme Bäschdebinner: Bürstenbinder; Hunger haben wie ein Bäschedebinner. Bässem: Besen Bätscher:
Schläger, z.B. beim Tennis- oder Federball Batz: Geldstück, Geld Bawilon: Ehemaliges Gebäude oberhalb der früheren OVGO. Bebel: getrockneter Nasenschleim bebele:
in der Nase Bohren belzisch: pelzig, gefühllos; mein Arm fühlt sich pelzig an. Bengel: ungehobelter Junge, Rüpel; Holzbrügel Benk: Sitzbank Bennel: Band; Schubennel
Besch: (die) Bach, in Obernburg speziell der alte Mühlbach bibbern: schimpfen, zittern vor Kälte Biebsgäigel: Streithahn Billischhoimer:
Jemand, der alles billig bzw. umsonst haben will. bläädsen: weinen Blaaschwiese: Bleichwiese, früher um Wäsche in der Sonne zu bleichen blodsche: rauchen Blunse:
mit Wurst gefüllter Tiermagen; größerer Ball; vergrößerter Bauch boafissemisch: barfüßig Bobbe: Puppe bobbele: ein Baby im Arm wiegen. Bobbelsche: Kleinkind, Baby
Bobbes: Hinterteil Boddem: Boden, Speicher Bolle: Pferdeapfel Bârschemâster: Bürgermeister Brâambes: Brei, eher negativ gemeint Brabbs: Matsch, Morast
Brenke: Blechwanne zum Waschen und zum Baden Brigge: Brücke Brodsche: trauriges oder unzufriedenes Gesicht Brumbelsuppe:
Ärger, den (meist) ein Mann bekommt, wenn er z.B. zu spät nach Hause kommt Brussem: Brösel Budze: kurzer Regenschauer oder auch Rest von verzehrtem Obst mit Kerngehäuse
C
D Dâscht: jemand, der besonders langsam ist Dânnegaas:
Tannenzapfen Dânnegickel: Tannenzapfen dâtzelisch: taumelig daab: taub; daabes Hinkel = jemand ohne Temperament Daasch: Teig Dabbe:
jemand ist verrückt, hat einen Dappen. Dabbes: schusseliger Mensch dabbisch: schusselig, sich dumm anstellen Dabbträder: jemand, dem selten etwas gelingt Daiwenker:
ein forscher Mensch, der nicht gerade gute Manieren hat däiwisch: wild, jemand benimmt sich däiwisch. Dalehnskass: Darlehenskasse, heute Raiffeisenbank Därmel: Schimpfwort
dengele: Sense schärfen, verdengele = verhauen Derrabbel: dürrer Mensch des un sell: dieses und jenes des: dieses Dibbe: größerer Topf Dibsche:
Töpfchen, z.B. Nachttopf; kleiner Kochtopf Dieflder: = Tiefes Tal doamisch: verrückt, nicht ausrechenbar doatzele: taumeln, torkeln dobbeltgemobbelt:
etwas doppelt tun, z.b. Butter und Marmelade auf das Brot schmieren. dobbsche: mit dem Kreisel spielen Dobsch: Kreisel (Spielzeug) Dolldab: schusseliger Mensch; Tollpatsch Doul:
Gully drowwe: droben Dubbe: Tupfen Dudde: Tüte Duddel: Schnuller Dummbäbbler: Dummschwätzer Dummbeitel: Dummbeutel Dunnerkeil: Donnerkeil,
anerkennende Anrede, wenn etwas besonderes gelungen ist. Du bist ein Donnerkeil!
E Ebbel: Äpfel Ebbelbett:
Apfelbett, Regal im Keller, auf das im Herbst die geernteten Äpfel ausgelegt wurden. Ebbelkischelschen: Apfelküchlein, in Teig ausgebackene Apfelscheiben. Ebbelwoi: Apfelwein Eifelsche:
Kleiner Ofen
F fä: für Fachott: Schimpfname für Frauen, du bist ein altes Fachott
Feier: Feuer; Feier Feng: Hiebe fiero: vorwärts; mach fiero = beeile dich Fissimadende: mach keine Fissimadende, keinen Unsinn flatschen: hauen, verhauen
Flick: jemand hängt die Flick, die Flügel; er ist niedergedrückt. Floss: Wasserrinne zwischen Straße und Gehsteig Flurschitz: Flurschütz Franzousewäsch: Franzosenweg; heute
Mittlerer Höhenweg, der von französischen Kriegsgefangenen gebaut wurde. Frecker: frecher Kerl, oft auch anerkennend gemeint. Freckling: frecher, oft auch noch kleiner Kerl Friehschobbe:
Frühschoppen Funsel: schwaches Licht Fussem: Flusen
G Gârschel: Gurgel Gaas: Ziege bzw. Gas Gaferlabbes:
Lätzchen gafern: geifern gagelisch: wackelig, nicht stabil Gähschde: Gerste Gääleriwe: Gelberübe gätzen: knarren. z.B. eine Bett gauzen:
bellen, stark husten Gebabbel: Gerede Gedees: Umstände machen gedrâhmt: geträumt Geduddel: eintönige Musik Geede: Patin gehubbt wie gedubbt:
egal wie, es kommt auf das gleiche heraus Geigel: Hahn Gelärsch: baufälliges, abbruchreifes Bauwerk, allgemein: Lumpenkram Gelumb: altes Zeug Gensrâ:
Gänserain ist die heutige Mainstraße Gewäwär: Durcheinander Gieges: neuer, noch gärender Apfelwein Gischbl: eingebildeter Mensch Glânzstoff: Fabrik auf der anderen Mainseite
seit 1927, mittlerweile mehrfacher Namenswechsel: ENKA, AKZO, Acordis, NewCell. Der Name Glanzstoff bleibt ihr aber erhalten. glaab: (ich) glaube Gosche: Mund, freschi Gosche = freches Mundwerk
gräiser als wie: Obernburger Steigerung: z.B. größer als wird zu größer als wie Grische: frühe Pflaumen Gronisch:
Flurstück Richtung Wörth, am ehemaligen Campingplatz, früher Schwimmstelle früher Ladestelle für Sandstein mit Kränen auf Mainschiffe (kommt von Kran) gschennt: geschimpft gsotze:
gesessen, körperlich wie auch übertragen gemeint; die Bemerkung hat gesessen GUKO: steht für Gustl Konze, den Obernburger Heimatdichter Gutsje: Bonbon
H hâbbe: halten Hâbdse:
Anfeuerungsruf beim Handball: “Haltet den Gegner!” hâddisch: hurtig, schnell (nicht immer genau) Hâffe: Krug Hâmbel: eine Hand voll (z.B. Beeren) Hâmdixer:
Heimlichtuer, Hinterlistiger Hândumm: Spitzname der Obernburger, wahrscheinlich von Hans-Thomas abgeleitet Hä?:
Entschuldigen Sie bitte, ich habe Sie nicht verstanden. Könnten Sie das alles nochmals wiederholen? Haabsche: Gemüsekopf haache: hauen, schlagen haas:
= isch haas = ich heiße; heit is äwwä haas = heute ist es aber heiß. häbbedäppisch: verrückt; du machst mich häbbedäppisch Haggelschen: Zähnchen von kleinen Kindern häggele: häckeln
Haglebasch: alles was einem gehört; Verschwinde und nimm dein ganzes Haglebasch mit. Häibâmm: Hebamme Halebeern: Heidelbeeren Hânnebâmbel:
Helfer, jemand, der nicht gerne etwas alleine tut braucht einen Hannebambel Häsche: Ehemaliger Gasthof “Hirschen”, heute Spilgerhaus Häscheeck:
Ecke vor dem früheren Gasthaus “zum Hirschen” Ecke Schiller-/Römerstraße. Hawwer: Hafer (Getreide) heän un säije: hören und sehen Heckeloinschen:
Art Lianen, Zigarettenersatz in früheren Jahren für die Jugend hegele: häkeln hewwe: haben Hinkel: Huhn Hiwwel: kleine Erhebung hâlt: Dann nemme mer hâlt steht für
die Annahme der letzten verfügbaren Alternative; dann verbringen wir halt den Urlaub im Spessart. Holler: Hollunder Houlwiese:
Wiese an der alten Mühlbachmündung; Wiese zum Wäschebleichen, Festplatz Howwel: Hobel Hudsimbel: Trottel Hundbâm: alter Weg vom Friedhof zur Deckelmannstraße
I Itzig:
ein Mensch, den man nicht recht versteht, der sich anders verhält (aus dem jüdischen abgeleitet) iwwer: über iwwerzwersch: überquer, ungeschickt
J Jåhnshieschel: abgetragene Anhöhe an der Bergstraße, von dem früher
das Feuerwerk beim Apfelblütenfest abgebrannt wurde. Benannt nach Turnvater Jahn. jetztet: jetzt jounern: jammern, quängeln
K Kaff/Käffer: kleine/r unbedeutende/r Ort/e Käilstihl:
Mangoldgemüse, Blattstiel der Futterrüben Käize: Korb, dicker Bauch Kånnel: Dachrinne Kånte: größeres Stück z.B. Brot Kärb: Kerb; Kirchweih, MZ von Korb Kärsch:
Kirche Karwe: Karpfen Käsche: Kirsche Kåscht: Hacke mit zwei Zinken zum Kartoffelausmachen KATO: Abkürzung für die ehemalige Karnevalsabteilung des Turnvereins Obernburg
Kaude: flache Grube, Låhmekaude (Flurstück) kawele: wälzen, hin- und herrollen käzegrådnaus: geradeaus, nach nichts schmeckend Kazelder:
Katzental, Weg vor OVGO hinauf zum Mittleren Höhenweg Keesneeb: Spitznamen für einen, der immer Käsebrote dabei hatte keschele: kegeln Kläbber: Klappergerät in der Karwoche
kläbbern: mit der Kläbber klappern Kläibsche: kleine Pfeife zum Rauchen Kläiskopp: Klöskopf, dicker Kopf Kläbberbuwe:
Buben, mittlerweile auch Mädchen, die an den Kartagen mit ihren Klappergeräten durch die Straßen ziehen. Klickerwasser: Mineralwasser ohne Kohlensäure Klous, Kläis: Knödel, Kloß (MZ)
Klouwe: große Pfeife zum Rauchen bzw. Kloben zum Befestigen Klumbadsch: altes Zeug (verächtlich) knaggse: knacken Knätzje: Brotendstück, auch harter Kopf Knobbe:
Knospe, Sprühvorsatz bei Gießkanne Knoddel: Knoten, kleiner Kerl (klåner Knoddel) knoddele: verknoten, nesteln Knodderdibbe: Nörgler knoddern: vor sich hin brummeln, nörgeln
Knårrn: dickes, hartes Stück Holz, übertragen Kopf Knårrnkobb: Mensch mit Dickschädel knuffe: stoßen, zwicken Korona: gånz Korona: alle kotze:
stark husten, sich übergeben Kräbbel: Krapfen kraische, gekrische: schreien, sehr laut reden, geschrieen Krak: Krähe Kråm: de Kråm hewwe: Periode haben Kratzbäschde:
streitsüchtige Frau Krenk: die Krenk hewwe = krank sein Kreensche: Kränchen = kleiner Zapfhahn z.B. am Apfelweinfaß Krischer: Schreier, Schreihals kritzegrie:
Steigerung von grün Krobbe/Krebbe: Topf/Töpfe Krott: freches Kind; auch gutmütig: goldisch Krott Krotze: Rest von verzehrtem Obst mit Kerngehäuse: Krumbel: Krach, Streit
krumbele: knautschen, knittern Kruusch: wertloses Zeug Kuhflatscher: Kuhfladen kumme: kommen, gekommen Kummern: Gurke, auch (große) Nase kutsche, higekutscht:
niederkauern Kwadudder: kleiner, lebhafter, tüchtiger Kerl (klein aber oho)
L Laab: Brotlaib, Laub Laabsche: kleiner Laib Brot
Laader: Leiter Laaderwåche: Leiterwagen Labbeduddel: Troddel Ladwerscher: Zwetschgenmus läfisch: läufig, ein Hund ist läufig Låhme: Lehm Låhmekaude:
Flurstück Lait: (Leute, liegt, läuten) lauder: rein, nichts anderes: vor lauder Angst, vor lauder Schiß lebbern: langsam trinken, langsam sich ergeben (zusammenlebbern) legge:
gießen lidschäftisch: nicht stabil Liesche: Lüge, Liege Liescheås: Lügenaas, Lügner liewe Grott: Kosewort, liebes Mädchen, kommt von liebe Kröte. Linksdådsch:
Linkshänder, ungeschickte Person linse, gelinsd: heimlich einen Blick tun, in die Karten schauen Lulatsch: großer Mensch (langer Lulatsch) luurn, geluurt: lauern
M Må: Main Mabsch: Matsch mach disch åb:
verschwinde, mache dich fort Madde: Quark Mählbabb: Mehlkleister måhle: mahlen (Mehl) Mais: Mäuse/Maisfrucht Maisje: Mäuschen måmschisch: weich
Månne: Korb månsche, gemånschd: essen, unmanierlich essen, vermischen Massik: großer Kopf Matzel: getrocknete Augenflüssigkeit Messersches: Spiel, bei dem mit
Messerwerfen auf einem Spielfeld Land gewonnen/verloren werden konnte. Mimling: Ort Mömlingen bzw. Fluß Mömling mir: wir; mir wohne in Ombårsch = wir wohnen in Obernburg. mobse, gemobst:
stehlen mohle: malen (Bild) Molbres: Maulwurf Muck: Muttersau Mumbel: Mund voll, eine Menge, die gerade einen Mund füllt
N nä!: Nicht wahr; Aufforderung am Ende eines Satzes zu einer Antwort
Naaz: Ignaz nåb: hinab nåbzus: abwärts nåchbäzze: nachkeifen Nache: Boot, Fischernachen naggisch: nackt noi: hinein noizus:
hinein, einwärts näsche: naschen nauszus: hinaus, auswärts nexe, genexsd: necken Nidderfeld:
Flurstück zwischen Römerstraße, Berufsschulstraße und Tiefem Tal Richtung Möbel Spilger niwwergflatscht: hinübergehauen noggele: etwas hin- und herbewegen, um es zu lockern, z.B. einen Zahn
nuff: hinauf nuffzus: aufwärts
O oobennele: Kontakt mit einem Mädchen aufnehmen, anbendeln
oogezoche: angezogen Okrå: Ackerrain Olwel: grober Kerl, der oft auch unangenehm sein kann Ombårsch: Obernburg OVGO: Abkürzung für Obstverwertungsgenossenschaft Obernburg
owwe: oben owwedrowwe: oben droben owwedruff: obendrauf Ox: Ochse Oxestall: Ochsenstall, ehemaliges Gebäude in der Oberen Wallstraße (heute Buntsteinbogenhaus), in
dem der städtische Ochse gehalten wurde, zu dem die Bauern ihre Kühe brachten.
P Päädsche: kleiner Pfad Pådje: Pförtner Päschling:
Pfirsisch Passeng: Bassin, Wasserbehälter pätze: zwicken, jemanden verraten Peddä: Pate Piebsgeigel: Streithahn piense: weinen Piensgosche:
Jemand, der gerne weint Piensje: weinerliches Kind Pitsche: Pfütze pläätze: weinen Pläätzmaul: Jemand der ständig weint Pladde: Plattfuß bei einem Reifen
Plådz: größerer rechteckiger Blechkuchen (Riwwel-, Quetsche-, Maddeplådz) Plåume: Pflaumheim Pläumerwäsch: Pflaumheimer Weg Polgaånge: ungeschorene, in das Genick fallende Haare
possiern: mit jemandem flirten, jemanden lieb haben prazzele: prasseln priedschele: mit Wasser spielen proffe: pfropfen, veredeln Puhl: Jauche Puhlschebber:
Schöpfer, mit dem die Jauche aus der Jauchegrube entnommen wurde
Q quaatsche: Geräusch, wenn man Stiefel aus Matsch zieht
Quadutterer: kleines Kind quårgse: rülpsen, aufstoßen Quellloch: Hinterteil Quetsche: Zwetschge quiddegäl: quittengelb, intensives Gelb
R råb: hinab, herab Rabbelsche:
Wasserlassen eines kleinen Kindes råbgeprazzelt: heruntergeprasselt råbrobbe: herunterreißen rack: sofort, plötzlich, fest Raffel: Gebiß Rånge:
größeres Stück z.B. Brot ratze: fest, schnarchend schlafen raus: heraus, rausrobbe = herausreißen, herausziehen Regatt: Respekt (haben) Reitschul: Kinderkarussel mit Pferden
rim: herum rimfladsche: verhauen Rimgezacker: Hin und her Ringlo: Reineclaude ritzeroud: völlig rot, grell rot Riwwel:
Streusel; Riwwelplådz = Streuselkuchen Riwwelasch: unruhiger Mensch, der nicht ruhig sitzen kann. riwwele: rubbeln, sich trocken reiben Riwwelsubbe: Suppe mit kleinen Teigknöllchen
roi: herein Rothaus: Rathaus, nicht rotes Haus Rotzfohn: Taschentuch Rotzleffel: ungezogener Mensch ruff: herauf rundischrim: rund herum runnergflatscht:
heruntergefallen, der Regen ist stark gefallen, jemanden eine gehauen
S saasche: vulgär für Wasser lassen Sackduch: Taschentuch
Sagramåcht: Leichter Fluch Sai: Säue, Schweine Saischdall: Schweinestall Saischen: Schweinchen schäbb: schief, krumm Schaiern: Scheune Schåle: Schale
schåmmeriert: verkratzt, äußerlich verletzt Schåndarm: Gendarm, Polizist schåufel: jemand ist link Schäzz: Schürze, Scherz schbachtele: beim Essen kräftig zulangen
Schbeis: Mörtel schbeitze: spucken Schbekuliereise: Brille Schbrisch klobbe: aufschneiden, lügen Schbrischbeitel: jemand, der Sprüche macht. schdrimbisch:
in Strümpfen Schduutzkebbsche: neckisches Zusammenstoßen der Stirn mit Kleinkindern Schebbe: Schaufel Scheese: Kinderwagen, altes Auto Scheierdrescher:
Essen wie ein Sch... = starken Hunger haben, viel verzehren, so wie jemand, der früher beim Dreschen den ganzen Tag hart gearbeitet hat und beim Feierabend ordentlich zuschlägt. Schelleklobbe:
an fremden Türen läuten und weglaufen schenne: schimpfen schinånt: schüchtern Schinkeklobbe: Kinderspiel Schinnos: freches Kind Schinnpladde:
abgeschundene vergrindete Stelle am Körper Schiss haben: Angst haben Schisser: Angsthase schlaafe: schweres schleifen Schlabbe: bequeme Hausschuhe Schlabbergosche:
jemand, der nicht richtig essen kann und dabei sabbert. schlabbern: verschütten, beim Essen besudeln Schlabbgosche: jemand, der den Mund nicht halten kann. Schlabbmaul:
gutgehendes, schlagfertiges Mundwerk, Großsprecher Schlibsche: Schleifchen; Bezeichnung für einen leichtfertigen Menschen Schliehde: Schlitten Schlikser: Schluckauf Schlood:
Kamin, leichtsinniger Mensch Schloodefääscher: Schornsteinfeger Schlubb: gebundene Schleife, z.B. beim Schnürsenkel Schludde: Stengel und Blätter einer Zwiebel Schmuslabbes:
Jemand der gerne schmust schnabbe: hinken, rasch zugreifen Schnäbbsche: Stuhlkante in dem Ausdruck: uffem Schnäbbsche sitze Schnårres: Schnautzbart schnårrn gehen:
unerlaubt abhauen Schneegel: Wählerischer Mensch, der z.B. nicht alles ißt. schneegelisch: wählerisch beim Essen Schnibbel: Schnipsel; Schnibbel Wurst = kleines Stück, Endstück
Schnuddel: Endstück der Wurst schnuddele: fehlerhaft, oberflächlich arbeiten schnulle: Nase hochziehen Schobbe: Schoppen schogge: Ball zuwerfen schoggele:
schaukeln Schoggelgaul: Schaukelpferd Scholle: Ackerscholle, Fisch, Schorle Schpiddel: keilförmiger Einsatz in Kleidung zur Erweiterung (z.B. in Hose) Schpund klåner:
kleiner Kerl Schrache: Schrachen = Tischgesell mit Latten anstelle der Tischplatte; wurde z.B. beim Abkratzen der gebrühten Schweine verwendet. schrumbelisch: faltig, zerknittert, vertrocknet
Schtaasch: Steige, ansteigende Straße. Die Staasch ist die Straße zwischen Mömlingen und Pflaumheim. Schtäsche: Stiege, Treppe Schtaffel: Treppe schtaiwern:
abstützen von voll hängenden Bäumen Schtåmbes: Kartoffelbrei Schtånernkreiz: Steinernes Kreuz, Kreuzgruppe am Radweg Miltenberger Straße Richtung Eisenbach. schtegge, gschtogge:
stecken, gesteckt, z.B. ins Bett gesteggd Schtenner: Steinguttonne zum Einmachen von Sauerkraut oder Bohnen oder Tonne, die für größeren Bedarf vom Küfer aus Lärchenholz gemacht wurde. Schtiggel:
Stützstange schtobbe: stopfen (Loch) Schtobbe: Stopfen, Korken, kleiner Mensch schtobbele:
Einsammeln von z.B. Äpfeln oder Kartoffeln, die die Bauern bei der Ernte auf den Wiesen und Felder liegen ließen. Die Kinder verkauften z.B. die gestobbelten Äpfel, um sich ein Taschengeld zu verdienen.
Schtraad: Ortschaft Streit Schtråu: Stroh schtribbse, geschtribbsd: steheln, unauffällig an sich bringen Schtumbe: Zigarre Schwaddem: Schwaden, Dampf, Dunst Schwåde:
Schwarte/Holzbrett Schwähn: Furunkel, Geschwühr Schwaz Elf: Ehemaliger Elferrat der Kolpingsfamilie. Schwazväädel: Schwarzes Viertel Schwelles: dicker Kopf Seggel:
Tasche in Hosen und Kleidern, anerkennend Schlitzohr sell: jenes sellemåls: damals Sermon: uninteressantes Gerede, kommt evtl. aus dem französischen, wo Sermon Predigt bedeutet.
Silwern Nixje unn e goldisch Waddeweilsche: (Wart-ein-Weilchen) als Antwort für Kinder, die neugierig nach den Weihnachstgeschenken fragen Simbel: Depp, einer der schwer begreift suggelle:
saugen, lutschen Sun: Ehemaliger Gasthof “Sonne”, heute Kreissparkasse suzzele: auslutschen
T Toowias: Tobias Tråcht Prischel: Tracht Prügel, Haue
tralaatsche: tratschen tratsche: regnen Trißbachsbrinnsche: Quelle gleich nach der Grenze zu Großwallstadt neben der B469 (Parkplatz) Trottwa: Gehsteig
U uff die Brädsel: auf den Kopf uffgedaggeld:
aufgetakelt, toll herausgeputzt uffgschunne: aufgeschunden
V väbatscht: verpetzt väbelze: verhauen väbollerd:
verstört väbumbe: verhauen vädåchdeld: verhauen vädadderd: verdutzt Väddel Oans: Viertel nach Zwölf Väddel: (1/4, Schwazzväddel) vädengelt: verhauen
väduwaggelt: verhauen väflatscht: verhauen vähaache: verhauen väklebbern: verrühren, z.B. Ei zu Rührei väkrotzt: verunstaltet väkrumbeld:
verkrumpelt, zerknittert väkrumbele: zerknittern vämoutschd: vermatscht väriwwele: zerreiben, Riwwel machen värobbe: verreißen, zerreißen väschlumbd: verlegt
väschwåde: verhauen västeggele: verstecken Västeggelsches: Versteck spielen väwåmsche: verhauen väzowweld: verzottelt väzwazzele: vergehen vor Angst Vietze:
mürbes Gebäck
W Waas: Weizen waasch: weich Wädd: Wörth
wädder: gegen/wider z.B. wider die Wand wägbuzze: bis zum letzten Rest aufessen Wällsche: Bündel Reisig. Die beim Baumschneiden anfallenden dünnen Äste und Zweige wurden auf gleiche Länge
gebracht und zu handlichen Bündeln verschnürt. Dieses Holz wurde dann z.B. verwendet, um beim Waschtag den Waschkessel zu schüren. Wällsderwald: Großwallstädter Wald oberhalb von Möbel Spilger
Wälscherholz: Nudelholz wälschern: auswellen von Teig Wåmbe: Bauch, Wanst Wåmmes: Jacke, Wams Wårm: Wurm Wärmer: Würmer, wärmer wårmstischisch:
wurmbefallen, schlecht erhalten Wåschdeweck: Wurstbrötchen Wäsching: Wirsing oder Kopf (jemand hat einen großen Wäsching) wåschtegal: ganz egal Wassäsibbsche:
Wassersüppchen, entsteht, wenn man einen Stein flach über das Wasser wirft und er dabei mehrmals aufspringt Wassem: Gras, Wiese Wasserporde:
ehemaliger Übergang über den Mühlbach von der Oberen Gasse aus zum Main. Wasserstå: Spülbecken wäwwärn: unruhig sein Wåzelbäschde: Scheuerbürse Wåzler:
Wurzler, jemand z.B. beim Handball oder Fußball, der den Ball nicht abgibt und sich (oft eigennützig) durchzuwurzeln versucht. Wäzzbärre: Büschel, gebunden aus besonders wirkungsvollen Heilkräutern, die
am Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August geweiht werden und zum Schutz vor Blitzschlag und Feuer in den Speichern der Häuser aufgehängt werden. Wesch: Wäsche Weschkische:
Waschküche, separater Raum, früher meist in einem Nebengebäude, in dem der Waschkessel stand ...... wetze: schnell laufen, schärfen Wetzstå: Wetzstein zum Schärfen von Messern, Sensen, Sicheln
wief: lebhaft, munter winnelwaasch: windelweich winnisch: jemand steht neben sich, ist nicht gut drauf wuppdisch: blitzschnell Wutz: Schwein, schmutzige Person
Z zaggern, gezaggert: pflügen, abmühen Zäije: Zehe zeh:
zäh Zeh: Zähne Zischelhidde: Ziegelhütte, ehemaliger Bauernhof an der Miltenberger Straße Zoh: Zahn Zorngickel: zorniger Mensch zowwele:
zupfen, ziehen z.B. an den Haaren zsåmmegelebberd: aus vielen kleinen Dingen zusammengebracht Zudeck: Oberbett zwazzele, gezwazzelt, verzwazzelt: nervös warten, verzweifeln
Zwiggel: Wäscheklammer; keilförmiger Einsatz in Kleidung zur Erweiterung Zwoggel: kleiner Kerl
Heinz Janson
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